In der Welt der zerstörungsfreien Prüfungen (ZfP) spielen radiografische Prüfungen, auch bekannt als RT (Radiographic Testing), eine wichtige Rolle bei der Beurteilung der Qualität von Schweißnähten und Bauteilen. Durch den präzisen Einsatz von Röntgen- oder Gammastrahlen können innere Unregelmäßigkeiten – wie Risse, Poren oder Einschlüsse – erkannt werden, ohne die Struktur des geprüften Objekts zu beschädigen.
Warum RT-Prüfungen von Schweißnähten?
Radiografische Prüfungen bieten ein außergewöhnliches Maß an Detailgenauigkeit und Zuverlässigkeit. Sie ermöglichen es den Prüfern, das Innere der Schweißnaht genau zu beurteilen – nicht nur die Oberfläche, sondern auch die Tiefe. Dadurch ist eine frühzeitige Erkennung von Defekten möglich, die die Integrität der Konstruktion oder die Sicherheit der Nutzung gefährden könnten. In Verbindung mit geeigneter Ausrüstung und technischem Know-how gehören radiografische Prüfungen zu den präzisesten Werkzeugen der ZfP.
Wie läuft eine RT-Prüfung von Schweißnähten ab?
Der Prozess der RT-Prüfung von Schweißnähten ist ein sorgfältig geplanter Ablauf, dessen Ziel es ist, ein genaues Bild des Materialinneren zu erhalten – ohne es zu beschädigen. Der Vorgang beginnt mit der Vorbereitung des Prüflings – die Schweißnaht muss gründlich gereinigt werden, um die Durchdringung der Strahlung nicht zu beeinträchtigen. Danach wird die Probe in einer speziellen Schutzkabine positioniert, die die Umgebung vor schädlicher Strahlung schützt.
Im nächsten Schritt wird die Strahlungsquelle – entweder eine Röntgenröhre oder ein radioaktives Isotop – sowie der Detektor präzise ausgerichtet, um das Bild (auf Film oder digital) aufzunehmen. Hierbei ist die korrekte Wahl der Belichtungsparameter entscheidend: Strahlenintensität, Belichtungszeit und der Abstand zwischen den Geräten und der zu prüfenden Schweißnaht. So entsteht ein scharfes und kontrastreiches Bild von inneren Fehlern.
Nach der Belichtung wird das Bild verarbeitet und analysiert. Ein ZfP-Spezialist interpretiert das Radiogramm sorgfältig – mit Blick auf Unregelmäßigkeiten wie Lunker, Risse, Schlackeneinschlüsse oder Bindefehler. Die Auswertung erfolgt gemäß geltender Normen (z. B. ISO oder ASTM), und der letzte Schritt ist die Erstellung eines Prüfberichts, der die Konformität der Schweißnaht mit den technischen Anforderungen dokumentiert.
Wodurch sollte sich eine geeignete RT-Prüfkabine auszeichnen?
Bei Endo-Tech erfolgt der gesamte Prozess in einer modernen, abgeschirmten Kabine, die nicht nur höchste Prüfpräzision, sondern auch vollständige Sicherheit für Bediener und Umwelt gewährleistet. Durch den Einsatz digitaler Detektoren und fortschrittlicher Technologien können die Ergebnisse schnell verarbeitet und dem Kunden in Form einer klaren, professionellen technischen Dokumentation bereitgestellt werden.
Unsere Kabine für RT-Schweißnahtprüfungen sollte sich insbesondere durch ein hohes Maß an Sicherheit, präzise Ausführung und die Einhaltung radiologischer sowie industrieller Normen auszeichnen. Ihre Konstruktion muss vollständigen Schutz vor ionisierender Strahlung bieten – sowohl für das Bedienpersonal als auch für das Umfeld. In der Praxis bedeutet das den Einsatz geeigneter Bleischirme oder anderer strahlungsdämpfender Materialien sowie die Integration von Sicherheitsverriegelungen und Warnsystemen.
Neben der Sicherheit sind auch Ergonomie und Funktionalität der Kabine von großer Bedeutung. Der Innenraum sollte die einfache Positionierung von Prüflingen unterschiedlicher Größe ermöglichen, eine präzise Ausrichtung der Strahlungsquelle erlauben und eine komfortable Montage der Detektoren – sowohl analog als auch digital – unterstützen. Die Kabine muss mit der verwendeten RT-Ausrüstung kompatibel sein, was u. a. passende Führungsschienen, Haltesysteme und Steuermechanismen umfasst.

