Was ist die FPI-Prüfung?

von | Juli 11, 2025 | Aktuelles | 0 Kommentare

Bei Ento Tech setzen wir auf Qualität, Sicherheit und Präzision – deshalb bieten wir unter unseren Dienstleistungen die FPI-Prüfung (Fluorescent Penetrant Inspection) an, also das fluoreszierende Eindringverfahren, das zu den zerstörungsfreien Prüfverfahren (ZfP) zählt.

Worin besteht die FPI-Prüfung?

Die FPI-Prüfung dient der Erkennung von oberflächlichen Diskontinuitäten, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind – wie z. B. Risse, Porositäten, Undichtigkeiten oder Überwalzungen. Dieses Verfahren nutzt einen speziellen farbigen oder fluoreszierenden Eindringstoff, der in Oberflächenfehler eindringt. Nach dem Entfernen des Überschusses und dem Auftragen eines Entwicklers werden mögliche Fehlstellen unter UV-Licht sichtbar.

Wie läuft die FPI-Prüfung ab?

Die Prüfung beginnt mit der gründlichen Reinigung der Oberfläche des Prüfteils. Dabei werden Verunreinigungen, Öle, Oxide und andere Substanzen entfernt, die das Eindringen des Prüfmittels behindern könnten. Anschließend wird ein fluoreszierender Eindringstoff – eine Flüssigkeit mit intensiver Farbe und lumineszierenden Eigenschaften – auf die saubere Oberfläche aufgetragen. Diese Flüssigkeit bleibt für eine bestimmte Zeit auf dem Prüfobjekt, der sogenannten Eindringzeit, um in kleinste Risse und Poren einzudringen.

Nach Ablauf der Eindringzeit wird der überschüssige Eindringstoff vorsichtig von der Oberfläche entfernt, wobei darauf geachtet wird, dass er nicht aus den Fehlstellen ausgewaschen wird. Im nächsten Schritt wird der Entwickler aufgetragen, der wie ein „Fotopapier“ wirkt – er zieht den in den Rissen verbliebenen Eindringstoff an die Oberfläche und erzeugt kontrastreiche Anzeigen.

Abschließend wird das Prüfteil in einem abgedunkelten Raum unter UV-Licht betrachtet. Dank der fluoreszierenden Eigenschaften des Eindringstoffs leuchten eventuelle Oberflächenfehler deutlich vor dem dunklen Hintergrund, was eine präzise Lokalisierung und Bewertung ermöglicht.

Wo wird die FPI-Prüfung angewendet?

FPI-Prüfungen finden breite Anwendung in der Qualitätskontrolle von metallischen Werkstoffen (vor allem porenfreien Metallen wie Stahl, Aluminium oder Titan), bei denen höchste Genauigkeit erforderlich ist. Sie werden u. a. zur Prüfung von Triebwerksteilen, Flugzeugrümpfen, Rohren, Ventilen, Druckbehältern sowie geschweißten und gegossenen Komponenten eingesetzt. Dank der hohen Empfindlichkeit des FPI-Verfahrens können selbst kleinste Risse entdeckt werden, die später zu Ausfällen oder technischen Katastrophen führen könnten.

In der Luftfahrtindustrie gehört die FPI-Prüfung zu den grundlegenden Methoden zur Qualitätskontrolle von Strukturbauteilen. Sie wird u. a. bei folgenden Komponenten durchgeführt:

  • Turbinenschaufeln von Düsentriebwerken
  • Fahrwerkskomponenten
  • Rümpfen und Tragflächen von Flugzeugen
  • genieteten und geschweißten Verbindungen

Jede mikroskopisch kleine Diskontinuität kann sich im Laufe der Zeit zu einem Ermüdungsriss entwickeln, weshalb die FPI-Prüfung sowohl in der Produktion als auch bei regelmäßigen Wartungsarbeiten unerlässlich ist.

Auch in der Produktion von Land-, Bergbau- und Baumaschinen hilft dieses Verfahren, Fehler aufzudecken, die zu schnellem Verschleiß oder schwerwiegenden Ausfällen führen könnten.